Typografie für Druckartikel

Selbst bei kleineren Druckartikeln kommt es auf den Inhalt an. Doch um dem Leser zu gefallen, ihn durch den Inhalt zu führen und sein Interesse aufrecht zu erhalten, muss auch an typografische Feinheiten gedacht werden. Damit sind die Wahl und Ausführung der Schrift gemeint. Anhand von Broschüren und Visitenkarten soll verdeutlicht werden, auf welche Details man achten sollte.

Visitenkarten

Selbst diese kleinen Druckerzeugnisse lassen sich typografisch verschieden ausführen. Das Format einer Visitenkarte sollte in der Regel das Querformat sein. So lassen sich Informationen über Adressen, oder Webadressen, die häufig nicht gerade kurz sind, besser darstellen. Inhaltlich gilt: weniger ist mehr. Sollen also noch Dienstleistungen, permanente Angebote oder ähnliches untergebracht werden, bietet sich dafür lieber die Rückseite an, als die Vorderseite zu überladen.

Wichtig ist auch die richtige Zuteilung bei Telefon- oder Faxnummern. Da kein Fließtext vorhanden ist, eignen sich dafür besser Zahlen von Schriften, die Normalziffern vertreten, also Zahlen, die sich exakt an der Ober- und Unterlinie von Großbuchstaben ausrichten (statt der Minuskelziffern, deren Längen sich auch an den Ober- und Unterlängen der Kleinbuchstaben ausrichten).

Visitenkarte mit korrekter Typografie gestalten lassen

1234567890 – die „Arabic Typesetting“ als Beispiel für eine Schrift mit Minuskelziffern

1234567890 – „Calibri“ als Beispiel für Normalziffern, welche sich bei kurzen Zeilen besser lesen lässt.

Bei Telefonnummern hat sich der Leserlichkeit halber die Trennung der Ziffern in Paaren bewährt.

Es kann auch auf die Erklärungen, was Name, Telefonnummer oder Emailadresse ist, verzichtet werden, weil sich dies von selbst erklärt. Bei dem geringen vorhandenen Platz sollte die Schriftart trotzdem nicht zu klein gewählt werden, damit die Kontaktdaten auf den ersten Blick lesbar sind. Hier sind 8pt oder 9pt allerdings völlig ausreichend. Wenn beim Druck ein entsprechender Rand an den Seiten gelassen wird, klebt der Text nicht am Rand, es kann auch nicht passieren, dass wichtiger Inhalt wegfällt oder schlecht lesbar wird.

Bei Broschüren

Eine Broschüre soll sowohl Interesse wecken, als auch auf seriöse Weise über ein Produkt, eine Veranstaltung oder ein Unternehmen informieren. Dabei muss der Leser durch den Text geführt werden. Deshalb wären ein häufiger Wechsel der Schriftart oder zu große Abstände nicht angebracht. Das Auge würde dadurch beunruhigt werden. Das gilt insbesondere, je größer die Menge an Text ist. Zudem sollte beim Schreiben des Textes darauf geachtet werden, dass der optische Eindruck entscheidend ist. Dies umfasst eine korrekte Verwendung von Rechtschreibung und Satzzeichen, wie auch das Vermeiden alleinstehender Wörter oder Zeilen auf einer Seite. Für gute Lesbarkeit sollten zudem Absätze und Zwischenüberschriften verwendet werden. An unserem Bildbeispiel kann man dabei gut erkennen, dass ein ordentlich gegliederter Beitrag mehr zum Lesen einlädt als ein ganzer Block voller Zeilen, der den Leser bereits beim ersten Anblick überfordert.

Satzspiegel einer Brischüre mit harmonischer Typografie

Die gängige Schriftgröße beträgt 12pt. Insgesamt sollte minimal Schriftgröße 8 gewählt werden, falls die Broschüre sehr viel Text beinhaltet und maximal Schriftgröße 14. Dies muss in Abstimmung mit der Zielgruppe geschehen. Sehbehinderten Menschen wird es eher schwer fallen, eine sehr kleine Schrift zu lesen.

Zur Verfügung gestellt von overnightprints.de

 

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